Wie bist du auf die Ausbildung gestossen?
Hauptsächlich durch Zufall. Nach meiner ersten Ausbildung fand ich leider keinen Job als Fotografin. Eine Freundin von mir hat mir dann eine Berghütte im Skigebiet empfohlen, in der sie selber auch gearbeitet hat. Da ich dringend einen Job gebraucht habe, entschied ich mich dafür, es zu versuchen.

Wie ist es, in einem Schulhotel zu wohnen?
Für mich persönlich wieder sehr gewöhnungsbedürftig. Mit 24 in einem 3er-Zimmer zu wohnen und um 22.00 Uhr im Bett sein zu müssen ist nicht immer einfach. Privatsphäre bleibt da oft auf der Strecke. Glücklicherweise bin ich vom Allgemeinbildungsunterricht freigestellt, was mir mehr Zeit für mich verschafft.

Wie hat deine Familie und Umfeld auf deine Berufswahl reagiert?
Im Grunde genommen waren alle begeistert, dass ich noch eine Ausbildung mache und auch mit meiner Berufswahl hatten nur Wenige Probleme. Klar gab es einige kritische Stimmen, aber in welchem Beruf gibt es die schon nicht?

Welche beruflichen Ziele hast du?
Ich würde gerne Weiterbildungen in der Gastronomie machen. Die Hotelfachschule im besten Fall. Auf jeden Fall will ich in meinem Beruf aufsteigen und neue Herausforderungen annehmen.

Was darf in keinem Restaurant/Hotel fehlen?
Ein gutes Team und Arbeitsklima. Mit diesen beiden Bedingungen macht die Arbeit Spass und man bringt bessere Leistungen.

Wie könnte man den Arbeitsalltag in deinem Beruf vereinfachen?
Leider gibt es immer mehr Hotels, welche nur aufs Geld und nicht auf das Personal achten. Oft wird uns sehr viel abverlangt. Gutes Personal wird dadurch immer mehr vergrault.

Steckbrief
Name: Larissa Aebli    
Jahrgang:  07.04.1994
Arbeitsort: Hotel Alpina Klosters
Schulhotel: Waldhotel Unspunnen Interlaken    
Ausbildung: Restaurationfachfrau
Lehrjahr: 2. Lehrjahr

Wo siehst du Vor- und Nachteile deines Berufs?
Ein grosser Vorteil meines Berufes sind sicher die unzähligen Möglichkeiten, welche mir nach der Ausbildung offenstehen. Ich kann die Welt bereisen und nebenbei in meinem Beruf arbeiten. Ich kann unzählige Weiterbildungen machen und muss mir keine Sorgen machen, keinen Job zu finden.
Jedoch ist meine Arbeit auch sehr hart und wird von den meisten oft unterschätzt und nicht wertgeschätzt. Viele Leute denken leider immer noch, dass Restaurationsfachfrau jeder machen kann. Das stimmt vielleicht, aber man muss diesen Beruf wirklich lieben, damit man auch wirklich gut darin ist.

Wenn du Hoteldirektor oder Restaurantleiter wärst, mit was würdest du deine Mitarbeitenden besonders überraschen?
Ich würde mit meinem Team Ausflüge machen, um die Teamzusammengehörigkeit zu fördern. Kleine Aufmerksamkeiten und Zeichen meiner Wertschätzung, nach einer guten Saison oder zu Geburtstagen.

In welchem Hotel würdest du gerne einmal übernachten?
In der Schweiz würde ich gerne einmal im «View» im Tessin oder im «Lenkerhof» übernachten. Weltweit betrachtet, möchte ich mal in Kakslauttanen (Finnland) und im «W» in Barcelona eine Nacht verbringen.

Wie würde dein Traum-Hotel aussehen?
Im Sinne von meinem eigenen Hotel, wäre es ein kleines gemütliches Haus am Strand, mit einem wunderschönen Blick aufs Meer und einer riesen Hollywood-Schaukel auf dem Balkon. Mein Hotel wäre ein 5-Mann-Haus. Ein kleines Restaurant im Vintage-Style, Himmelbetten, kleine Balkone bei jedem Zimmer. Natürlich mit einer familiären Atmosphäre. Ein Ort halt, an dem man sich sofort zuhause fühlt.

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